Köln und die Konsequenzen

20140904-Dagmar-Woehrl-mit-Fluechtlingen-im-Fluechtlingszelt-DeutschherrnstrasseDie unverzeihlichen Geschehnisse von Köln machen drei Dinge deutlich:
1. Nicht alle Flüchtlinge sind Heilige.
2. Nicht alle Flüchtlinge sind Verbrecher.
3. Wie immer ist die Sache komplexer und die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen. Aber es ist zu simpel zu sagen: Es gibt „Gut“ und „Böse“, „Schwarz“ und „Weiß“ oder „DIE“ und „WIR“. 

Nach Köln heißt es jetzt aber auch, einen kühlen Kopf bewahren: Wir müssen unbedingt differenzieren, dort wo notwendig, schärfere Regelungen schaffen und diese dann vor allem auch konsequent umsetzen. Die Menschen, die zu uns gekommen sind, um hier Schutz vor Verfolgung zu suchen und sich an die Gesetze in Deutschland halten, dürfen nicht einfach mittels pauschaler Generalverurteilungen in eine Ecke mit den skrupellosen Sextätern von Köln gestellt werden, auch wenn darunter Flüchtlinge waren.

Es kann nicht sein, dass Flüchtlingsorganisationen in den letzten Tagen ihre Telefonanlagen abstellen oder ihre Geschäftsstellen ganz schließen müssen, weil sie mit hunderten Morddrohungen bombardiert werden. Sind wir zivilisatorisch inzwischen nicht weiter?

Der größte Teil der Flüchtlinge hält sich an unsere Regeln und respektiert unsere gesellschaftlichen Normen. Diejenigen, die aber Straftaten begehen, verlieren ihr Recht auf Schutz und müssen noch schneller und konsequenter abgeschoben werden. Dazu müssen die geltenden Abschiebehürden schnell gesenkt und dann auch umgesetzt werden. Davon profitieren am Ende auch diejenigen Flüchtlinge, die sich an unsere Regeln halten.

Ich möchte aber auch noch einmal an alle appellieren, gerade auch im Internet, unsere gesellschaftlichen Errungenschaften nicht wuterfüllt über Bord zu werfen, sondern zivilisiert miteinander zu diskutieren.

Dass man in unserem wunderbaren Land unterschiedlicher Meinung sein und diese auch überall verkünden darf, ohne einen Anspruch auf ein Wahrheitsmonopol zu haben, ist eine der großen Vorteile unserer Demokratie.

Das Wunderbare am Internet ist, dass endlich jeder der ganzen Welt seine Meinung mitteilen kann. Das Furchtbare ist, das auch jeder es tut. Ich hätte mir vor einigen Jahren nicht träumen lassen, dass gerade die sozialen Medien, die asozialste Seite an Menschen hervorbringen werden…

Also, lasst uns mit heißem Herzen und kühlem Kopf diskutieren!

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