Kulturelle Bildung

Förderprogramm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“Kulturelle Bildung ist mehr als Kunst- und Musikunterricht oder Bestandteil der Allgemeinbildung. Sie ermöglicht eine Beteiligung am künstlerischen und kulturellen Leben. Diese kulturelle Teilhabe ist für gesellschaftliche Veränderungen und die individuelle Persönlichkeitsentwicklung enorm wichtig. Kulturelle Bildung schafft neue Lernkulturen, sowohl im schulischen als auch im gesellschaftlichen und politischen Bereich.

 

 

Auch wenn Bildung und Kultur in der Regel Ländersache sind, so wird die zentrale Aufgabe der kulturellen Bildungsarbeit auch auf Bundesebene wahrgenommen. Neben dem Bildungsministerium, ist auch die Staatsministerin für Kultur und Medien im Kanzleramt sowie das Außenministerium hier aktiv. Das allein zeigt schon den hohen Stellenwert der kulturellen Bildung.

Um diese in Deutschland weiter zu stärken, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Jahr 2013 das Förderprogramm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ ins Leben gerufen.
Viele Impulse von Bund, Ländern und Zivilgesellschaft, die im Rahmen der Enquete Kommission Kultur in Deutschland von 2003 – 2007 entstanden sind, haben ihren Weg in das Programm gefunden. Mit einem Etat von 230 Millionen Euro (bis 2017) ist es das europaweit größte Förderprojekt seiner Art. Bisher haben über 360.000 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen drei und 18 Jahren an rund 11.500 Aktivitäten von „Kultur macht stark“ teilgenommen. Das Programm richtet sich vor allem an Kinder und Jugendliche aus sozial schwachen, bildungsfernen Familien. Aufgrund des großen Erfolgs wird das Programm nun weiter fortgeführt und startet 2018 in eine zweite Förderphase.

In einem gemeinsamen Fachgespräch des Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung und dem Ausschuss für Kultur und Medien haben wir letzte Woche über die Fortführung des Programms diskutiert. Die eigeladenen Sachverständigen zogen ein überwiegend positives Fazit aus den ersten drei Jahren des Förderprogramms. Es sei das bisher erfolgreichste Programm für kulturelle Bildung auf Bundesebene.

Debattiert wurden in diesem Zusammenhang auch zwei Anträge der CDU/CSU und SPD Fraktion (18/5091) sowie der Linken (18/8181) zur Stärkung der kulturellen Bildung.
Als Ordentliches Mitglied des Ausschuss für Kultur und Medien und Stellvertreterin im Unterausschuss für Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik ist es mir ein besonderes Anliegen, die kulturelle Bildungsarbeit nachhaltig zu stärken. Das bedeutet für mich, nicht nur Angebote für Kinder und Jugendliche, sondern auch für Erwachsene und speziell für Senioren im Bereich der kulturellen Bildung bereitzustellen.

Darüber muss das Programm künftig junge Flüchtlinge stärker einbeziehen. Hierzu wurde der laufende Etat bereits um fünf Millionen Euro jährlich erhöht.

Wir dürfen zudem nicht immer neue Modell- und Leuchtturmprojekte schaffen, sondern müssen dafür sorgen, dass kulturelle Bildungsangebote langfristig und nachhaltig etabliert werden und auch im ländlichen Raum verfügbar sind. Die Unterstützung durch Ehrenamtliche ist hier ein wichtiger Pfeiler. Langfristig bedarf es aber verlässlicher
Kooperationen und Allianzen im Bereich der kultur- und bildungspolitischen Projekte.

Wir sollten die zweite Förderperiode nutzen, um diese Kooperationsstrukturen zu verfestigen und „Kultur macht stark“ weiter auszubauen.

Dafür setze ich mich ein.

 

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