Nürnberg, trau Dich! Warum sich eine Bewerbung als Europas Kulturhauptstadt lohnt

Nürnberg Skyline skizziert Batik StilAlle guten Dinge sind drei. Nach zwei Ablehnungen für Nürnbergs Titel-Ambitionen als Europas Kulturhauptstadt für 1999 und 2018 ist es an der Zeit einen neuen Anlauf zu wagen.

Drei deutsche Städte konnten den Wettbewerb um die „Europäische Kulturhauptstadt“ bereits für sich entscheiden; West-Berlin (1988), Weimar (1999) und Essen (2010), stellvertretend für das gesamte Ruhrgebiet. Höchste Zeit, dass sich auch der Süden Deutschlands, vertreten durch die Metropolregion Nürnberg mit seinen mannigfachen Kulturschätzen und Brauchtümern, als Europäische Kulturhauptstadt einreiht.

Franken als Botschafter Bayerns.

Den Titel der Kulturhauptstadt Europas können jedes Jahr zwei Städte aus verschiedenen EU-Mitgliedsländern führen – jedes dritte Jahr zusätzlich eine weitere Stadt aus den Kandidatenländern. Bewerben können sich Städte in einer festgelegten zeitlichen Abfolge. Deutschland stellt im Jahr 2025 wieder eine der Kulturhauptstädte.

Eine tolle Chance für Nürnberg und die Metropolregion den Reichtum unserer kulturellen Vielfalt zu zeigen. Nürnberg verfügt über eine hervorragende kulturelle Infrastruktur und die Region mit Erlangen, Bamberg, Bayreuth, Coburg – und ja auch Fürth – hat viel zu bieten. Als Metropolregion Nürnberg können wir unsere Kulturangebote und Kräfte im Zusammenschluss mehrerer fränkischer Städte bündeln. Wenn ich daran denke, wie wunderbar das Ruhrgebiet 2010 mit Essen als Hauptort, die Idee der Europäische Kulturhauptstadt auf eine  ganze Region ausgedehnt hat, wird mein fränkisches Herz gleich wärmer als die Zeche Zollverein zu besten Zeiten: Tief in Franken, wo …

Es geht bei der Idee der Kulturhauptstadt nicht nur darum, einen bunten Strauß an Kulturveranstaltungen anzubieten, sondern darum, eine Kraft der Kultur zu schaffen, die integriert, die Städte und Gesellschaften voran- und zusammenbringt und die ein Hebel ist, um Zukunft zu gestalten und Vergangenes wieder zu entdecken.

In der Vergangenheit haben Städte den Titel Kulturhauptstadt dazu genutzt, ihre öffentliche Wahrnehmung zu verbessern und nachhaltig auf sich aufmerksam zu machen. Dies hat die Stadtentwicklung und den Tourismus positiv beeinflusst. Anderen Städten hat der Titel viel Geld gekostet und wenig gebracht. Wir brauchen für unsere Bewerbung also ein gutes Konzept und Themen, die die Menschen heute wie im Jahr 2025 bewegen:

Franken goes Future!

Wir haben gute Chancen, uns gegen die anderen deutschen Städte wie Dresden und Magdeburg durchzusetzen, die sich ebenfalls für den Titel interessieren.

Es gibt in unserer Region eine Vielzahl kultureller Höhepunkte wie die Blaue Nacht, die Bayreuther Festspiele, das Bardentreffen, Rock im Park, das Klassik-Open-Air und vieles, vieles mehr. Aber vor allem haben wir jede Menge kulturbegeisterte Menschen.

Aber es geht nicht nur um das, was schon ist, sondern vor allem um das, was wir schaffen und gestalten.

Schon der Bewerbungsprozess allein fördert die Kultur, das Kulturinteresse und die kulturelle Bildung in unserer Region. Bedenken, dass eine Bewerbung abermals nicht erfolgreich sein könnte, müssen wir mit einem gut durchdachten, erfolgversprechenden und bodenständigem Konzept entkräften (Warum muss ich hierbei so gar nicht an unseren Glubb denken?).

Allmächd! Na, i weiß a ned! Lou mer mei Roua! – Alleine unsere fränkische Sprache ist doch schon Ausdruck einer ganz besonderen Kultur.

Also, Nämberch! Pack mers.

Ein Gedanke zu „Nürnberg, trau Dich! Warum sich eine Bewerbung als Europas Kulturhauptstadt lohnt

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